Bedeutende Münchner Kirchen

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Allerheiligenkirche am Kreuz.
Kreuzstraße 10, Stadtplan 80331 München .
Die Katholische Filialkirche Allerheiligenkirche am Kreuz, auch Kreuzkirche genannt, ist die ehemalige Friedhofskirche der Stadtpfarrei St. Peter und bis heute Nebenkirche des "Alten Peters". Durch die Stadterweiterung Ludwig des Bayerns wuchs die Einwohnerzahl der Stadt so sehr, dass die Friedhöfe um die beiden Stadtkirchen Alter Peter und Frauenkirche nicht mehr ausreichten. Deswegen wurden die Friedhöfe an den damaligen Stadtrand verlegt, blieben aber noch innerhalb der Stadtmauern. 1478 wurde der Friedhof der Pfarrei St. Peter ins Hackenviertel verlegt. Jörg von Halsbach, genannt Ganghofer, plante und errichtete die Friedhofskirche, die als Besonderheit nach Süden ausgerichtet ist; bis ins 19. Jahrhundert war jede Ausrichtung als nach Osten verpönt, gerade für Friedhofskirchen, erwartete man doch die Wiederkunft Christi von Osten, der aufgehenden Sonne her. Jörg von Halsbach entwarf einen unverputzten, dreijochigen Rohziegelbau mit Turmhelm und vier gekappten Giebeln. Im Langhaus ist noch ein gotisches Netzgratgewölbe erhalten. 1485 wurde die Kirche als Allerheiligenkirche am Kreuz eingeweiht. Nach 1493 erhielt die Kirche ihren Chorturm. Die Kirche wurde 1620 barockisiert. Der Ostchor erhielt ein barockes Tonnengewölbe mit Stichkappen. 1814 wurde die Kreuzkirche wieder regotisiert im Sinne des Historismus.Der mächtige Turm beherbergt zwei Glocken aus dem 18. und 19. Jahrhundert in den Schlagtönen gis1 und h1. Die Glocken werden über das elektrische Uhrwerk angeschlagen, können aber sonst nur per Seilzug geläutet werden, was beispielsweise während der Pfarrfronleichnamsprozession der Mutterpfarrei St. Peter der Fall ist.

Allerheiligen Hofkirche.
Residenzstraße 1, Stadtplan 80333 München .
Die Allerheiligen Hofkirche wurde nach Plänen von Leo von Klenze 1837 erbaut. Sie war der erste Kirchenneubau in München und Bayern nach der Säkularisation 1803. Um dieser Tatsache gerecht zu werden, wurde sie „Allen Heiligen“ geweiht. Der dreischiffige Kirchenbau im klassizistischen Stil sollte mit seinen weit stehenden Säulen an die Kirchen des Mittelmeerraums erinnern. Als direktes Vorbild für die Hofkirche diente der Markusdom in Venedig. Die Allerheiligen Hofkirche gehört zum Gebäudekomplex der Münchner Residenz.
König Ludwig I konnte die Empore direkt von den Gemächern der Residenz betreten. Die Bürger Münchens betraten die Hofkirche durch die im romanisch-gotischen Stil gestaltete Ostfassade.

Alter Peter.
Rindermarkt 1,Stadtplan 80331 Müchen .
Auf dem Petersbergl gab es ursprünglich eine romanische Kirche, die eine dreischiffige Pfeilerbasilika mit zwei eingebundenen Westtürmen war. Ob diese typische bayerische Klosterkirche der Romanik der Gründungsbau war, ließ sich nicht nachweisen. Ein unter dem nördlichen Teil des Chors gefundener viereckiger Raum, im Allgemeinen als "Alter Raum" bezeichnet, wurde zeitweise vor die Stadtgründung Münchens datiert. Nach neuerer Erkenntnis handelt es sich dabei jedoch eher um Überreste einer um 1158 erbauten herzoglichen Zollstation. Nachweisbar ist dagegen, dass Herzog Otto I. die Kirche 1181 erweitern ließ und diese erweiterte Kirche 1190 durch Bischof Otto II. von Freising geweiht wurde. Die Kirche St. Peter gehört zu den Wahrzeichen Münchens und ist zugleich die älteste Pfarrkirche der Stadt, weshalb sie im Volksmund liebevoll "Alter Peter" genannt wird. Die Kirche steht auf dem Petersbergl, der einzigen nennenswerten Erhebung innerhalb der historischen Alstadt von München. Bereits im 11. Jahrhundert stand an dieser Stelle auf dem Petersbergl eine Kirche - im Laufe der Jahrhunderte wurde die Kirche mehrmals umgebaut und erweitert. Das erklärt die unterschiedlichen Stilrichtungen der Kunstwerke, die im Inneren der Kirche zu finden sind. Dazu zählen auch der prunkvoll vergoldete Hochaltar aus dem 18. Jahrhundert und die großflächigen Deckenfresken, die sich durch das ganze Langschiff ziehen. Um das Kirchenschiff des Alten Peter gruppieren sich in der Marienplatz, der Viktualienmarkt und der Rindermarkt. Bei schönem Wetter lohnt es sich die Aussichtsplattform auf dem Turm zu besteigen. Ganze 306 Stufen müssen dafür erklommen werden, doch man wird mit einem herrlichen Blick über die Dächer Münchens belohnt. Bei Föhnwetter reicht die Sicht sogar bis auf die Alpenkette.

Asamkirche.
Sendlinger Str. 62 ,Stadtplan 80331 München .
Die Asamkirche (offiziell St.-Johann-Nepomuk-Kirche) wurde von 1733–1746 von den Brüdern Asam (Cosmas Damian Asam und Egid Quirin Asam) errichtet. Sie gilt als eines der bedeutendsten Bauwerke der beiden Hauptvertreter des süddeutschen Spätbarocks. Die Kirche sollte ursprünglich als Kapelle der inzwischen in München ansässigen Brüder Asam entstehen. Nachdem es Egid Quirin Asam zwischen 1729 und 1733 gelang, mehrere neben seinem Wohnhaus gelegene Grundstücke zu erwerben, errichtete er ab 1733 zusammen mit seinem Bruder Cosmas Damian dort die Kirche St. Johann Nepomuk. Die Kirche wurde ohne Auftrag und als Privatkirche zur höheren Ehre Gottes und zum Seelenheil der Baumeister errichtet. Das ermöglichte den Brüdern auch, unabhängig von den Vorstellungen von Auftraggebern zu bauen. Obwohl die Kirche eigentlich als Privatkirche geplant war, mussten die Gebrüder sie nach Protesten der Bevölkerung öffentlich zugänglich machen. Egid Quirin Asam konzipierte die Kirche als Beichtkirche für die Jugend. So enthält sie sieben Beichtstühle mit allegorischen Darstellungen. Die barocke Fassade ist eingebunden in die Häuserflucht der Sendlinger Straße und schwingt sich nur leicht konvex nach außen. St. Johann Nepomuk entstand auf engstem Raum, das Grundstück misst nur 22 auf 8 m. Umso erstaunlicher ist die Leistung der beiden Baumeister, denen es gelang, in dem zweistöckigen Innenraum Architektur, Malerei und Plastik harmonisch zu verbinden. Am Hochaltar finden sich vier Säulen als Referenz zu den vier Bernini-Säulen über dem Petrusgrab in St. Peter in Rom. An oberster Stelle steht Gott, der Erlöser. Unterhalb des Tabernakels ist eine Reliquie des heiligen Johannes von Nepomuk aufbewahrt. Gegenüber einer gewöhnlich sehr streng gegliederten barocken Pfarrkirche weist die Asamkirche aufgrund ihrer Eigenschaft als Privatkirche einige Eigentümlichkeiten auf: Die Kirche ist gewestet - und nicht wie üblich geostet. Zudem ist das gegenüber der Kanzel angebrachte Kruzifix zu niedrig aufgehängt. In Barockkirchen soll dieses höher als die Kanzel hängen, so dass auch der Prediger zu Jesus aufschauen muss. Bei einem Bombenangriff 1944 wurde der Chor stark beschädigt, erst mit der Innenrestaurierung von 1975 bis 1983 wurde nach Quellenstudium ein hypothetisches ursprüngliches Erscheinungsbild des Chors hergestellt.

Bürgersaalkirche.
Neuhauser Straße 14,Stadtplan 80333 München .
Der Bürgersaal in München, seit der Weihe des Hochaltars am 13. Mai 1778 inoffiziell auch "Bürgersaalkirche" genannt, ist der Bet- und Versammlungssaal der Marianischen Männerkongregation »Mariä Verkündigung« am Bürgersaal zu München. Er wurde 1709/10 nach Plänen von Giovanni Antonio Viscardi erbaut. Seit 1778 wird der Saal als Kirche genutzt. Nachdem der alte Kongregationssaal zu klein wurde, entschlossen sich die Sodalen der 1610 gegründeten Marianischen Männerkongregation »Mariä Verkündigung« zu einem Neubau. Da er zuerst nicht für Gottesdienstfeiern vorgesehen war, entschied man sich für eine Lage an der Ost-West-Magistrale der Salzstraße in unmittelbarer Nähe zu dem Jesuitenkloster St. Michael, in deren Gymnasium die Marianische Männerkongregation gegründet worden war. Auch hatten die Jesuiten die seelsorgerliche Leitung. Insofern ist der Bau des Bürgersaales rein privat durch die Marianische Männerkongregation finanziert. Während des Zweiten Weltkrieges wurde der Bürgersaal bei Fliegerangriffen 1944 bis auf die Außenmauern zerstört; nur die Hauptfassade blieb unbeschädigt.Die Fassade folgt dem Aufbau im Inneren, die eine Unterteilung in eine Oberkirche und eine Unterkirche kennt. Die Oberkirche entspricht dem Bürgersaal vor seiner Zerstörung. Lediglich das Deckenfresko "Mariae Himmelfahrt" (Martin Knoller, 1773/74) wurde nicht rekonstruiert. Der Gesamtentwurf stammt von Johann Andreas Wolff. Deutlich erkennbar ist der ursprüngliche Verwendungszweck als Saal, der durch den Hochaltar im Norden eine neue Orientierung erhält. Die Unterkirche besteht aus einem fensterlosen, dreischiffigen Raum, der erst seit Ende des 19. Jahrhunderts zusammen mit der Kongregationsdruckerei zur Krypta umgewandelt wurde. In der Unterkirche befindet sich das Grab von Pater Rupert Mayer. Am 3. Mai 1987 erfolgte im Münchner Olympiastadion die Seligsprechung durch Papst Johannes Paul II., der anschließend das Grab in der Bürgersaalkirche besuchte.

Theatinerkirche.
Theatinerstraße 22 ,Stadtplan 80333 München .
1659 legte Henriette Adelheid von Savoyen, Gemahlin von Kurfürst Ferdinand Maria, das Gelübde ab, als Dank für die Geburt eines Erbprinzen die „schönste und wertvollste Kirche“ errichten zu lassen. Diese sollte Hofkirche und Stiftskirche für die Theatiner werden. Nachdem der Kronprinz und spätere Kurfürst Max Emanuel am 11. Juli 1662 geboren worden war, erhielt Agostino Barelli aus Bologna den Entwurfsauftrag. Als Bauplatz für Kirche und Kloster wurde die Nordostecke des Kreuzviertels direkt an Stadtmauer und Schwabinger Tor ausgewählt, der gegenüber der Residenz liegt. Bereits am 29. April 1663 erfolgte die Grundsteinlegung. Barelli nahm sich als Vorbild die Mutterkirche der Theatiner, Sant’Andrea della Valle in Rom. Während der Rohbauarbeiten kam es zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Barelli und seinem Bauleiter Antonio Spinelli, selbst Theatiner und Beichtvater Henriettes, die zur vorübergehenden Entlassung Barellis führten. Schließlich vollendete Agostino Barelli bis 1674 noch den Rohbau und verließ dann München. Im selben Jahr übernahm Enrico Zuccalli die künstlerische Leitung. Schwerpunkt seiner Tätigkeit war die Außengestaltung. Zuccalli bestimmte die Form der 71 m hohen Tambourkuppel und der sehr eigenwilligen Türme. Gleichzeitig arbeitete er auch an der dekorativen Ausgestaltung des Kircheninnenraumes entscheidend mit. Ebenfalls 1674 begannen der Comer Giovanni Nicolò Perti und Giovanni Viscardi sowie Abraham Leuthner mit den Stuckarbeiten. Am 11. Juni 1675 wurde die Kirche geweiht – sie war zu diesem Zeitpunkt weitgehend noch im Rohbauzustand. Lange Diskussionen über die endgültige Fassadengestaltung verzögerten die Fertigstellung; ein endgültiges Ergebnis wurde nicht gefunden. So errichtete Zuccalli zuerst zwischen 1684 und 1692 nach seinen Plänen die Türme, 1688 war die Innenausstattung vollendet. Ab 1692 bis zur Fertigstellung übernahm Giovanni Viscardi die Bauleitung. Henriette von Savoyen erlebte die Fertigstellung der Theatinerkirche nicht mehr, sie war bereits im Jahre 1676 verstorben. Dennoch blieb die Außenfassade der Theatinerkirche weiterhin unvollendet, da trotz langer Diskussionen keine Einigung erzielt werden konnte. Erst rund 100 Jahre nach der Weihe entwarf François de Cuvilliés der Ältere 1765 eine Fassade im Stile des Rokokos mit nur leichten Veränderungen, die sein Sohn François de Cuvilliés der Jüngere vollendete. Die Theatiner erlangten einen guten Ruf als Seelsorger und Gelehrte, bis sich gegen Ende des 18. Jahrhunderts ein zunehmender Verfall der Ordenszucht und der Klosterfinanzen bemerkbar machte. Daher hob Kurfürst Max IV. Joseph, der spätere König Max I. Joseph, am 26. Oktober 1801, also bereits vor der Säkularisation das Kloster auf. Die Theatinerkirche blieb Stiftskirche und Hofkirche, im Konventgebäude zogen die übrigen drei kurfürstlichen Departements (Ministerien) (Finanzen, Justiz und Geistliche Sachen) ein, nachdem bereits 1799 also schon vor Aufhebung des Klosters, das Departement der Auswärtigen Angelegenheiten in das Theatinerkloster eingezogen war. Somit war das Theatinerkloster bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts sozusagen der Standort der kurfürstlichen Regierung. Während des Zweiten Weltkrieges, besonders in den Jahren 1944/45, wurde die Kirche teilweise schwer, das Kloster bis auf den Westtrakt sehr schwer zerstört. Das Altarbild Die Stiftung der Theatinerkirche durch das Kurfürstenpaar (Antonio Zanchi, 1675) wurde ebenfalls zerstört. Bereits 1946 begann der Wiederaufbau, der 1955 weitgehend abgeschlossen wurde. Seit 1954 betreuen Dominikaner die Stiftskirche und haben seitdem eine kleine Niederlassung an St. Kajetan. Der Wiederaufbau des Klosters wurde 1973 abgeschlossen. Seit 2001 ist eine umfassende Generalsanierung im Gang, bei welcher die Theatinerkirche auch eine neue Altarraumgestaltung erhalten wird.
Die Kirche besitzt seit Anfang an wegen ihrer Funktion als Hofkirche auch eine Fürstengruft, die neben der Kirche St. Michael und dem Frauendom eine der wichtigsten Grablegen des bayerischen Herrscherhauses der Wittelsbacher ist. In der Regel wurden jedoch nur die Körper der Verstorbenen hier beigesetzt; die Herzen wurden meist in der Altöttinger Gnadenkapelle bestattet. Von den toten Wittelsbachern in der Theatinerkirche ruhen die meisten in der Fürstengruft (derzeit 47 Familienmitglieder) in Metallsarkophagen. Es sind dies:
1. Herzogin Luise Margarete Antonie (18. September 1663 – 10. November 1665)
2. Herzog Ludwig Amadeus Viktor (6. April 1665 – 11. Dezember 1665)
3. ein tot geborener Prinz (4. August 1666)
4. Herzog Kajetan Maria Franz (2. Mai 1670 – 7. Dezember 1670)
5. Henriette Adelheid, Kurfürstin von Bayern (6. November 1636 – 13. Juni 1676) – (Gemahlin von Kurfürst Ferdinand Maria)
6. Kurfürst Ferdinand Maria (31. Oktober 1636 – 26. Mai 1679)
7. Herzog Leopold Ferdinand (22. Mai 1689 – 25. Mai 1689)
8. Herzog Anton (1690 – 28. Juni 1690)
9. Herzog Wilhelm (12. Juli 1701 12. Februar 1704)
10. Herzog Alois (21. Juni 1702 – 18. Juni 1705)
11. Herzog Max Emanuel Thomas (21. Dezember 1704 – 18. Februar 1709)
12. Herzogin Maximiliana Maria (1723 – 12. April 1723)
13. Kurfürst Max II. Emanuel (11. Juli 1662 – 26. Februar 1726)
14. Therese Kunigunde von Polen, Kurfürstin von Bayern (4. März 1676 – 10. März 1730) – (Gemahlin von Kurfürst Max II. Emanuel)
15. Herzog Josef Ludwig (25. August 1728 – 2. Dezember 1733)
16. Herzog Maximilian Joseph Franz (11. April 1720 – 28. April 1738)
17. Herzog Ferdinand Maria Innozenz (5. August 1699 – 9. Dezember 1738)
18. Kaiser Karl VII. (6. August 1697 – 20. Januar 1745)
19. Herzogin Maria (1748 – 30. September 1748)
20. Unbenannter Prinz (*/† 28. Januar 1753)
21. Herzogin Maria Anna (1754 – 31. Mai 1754)
22. Unbenannter Prinz (*/† 23. Juni 1755)
23. Kaiserin Maria Amalie (22. Oktober 1701 – 11. Dezember 1756) – (Gemahlin von Kaiser Karl VII.)
24. Herzog Clemens Franz de Paula (19. April 1722 – 6. August 1770)
25. Herzogin Maria Anna (7. August 1734 – 7. Mai 1776) – (Tochter von Kaiser Karl VII.)
26. Kurfürst Maximilian III. Joseph (28. März 1727 – 30. Dezember 1777)
27. Maria Anna von Pfalz-Sulzbach (22. Juni 1722 – 25. April 1790)
28. Maria Anna von Sachsen, Kurfürstin von Bayern (29. August 1728 – 17. Februar 1797) – (Gemahlin von Kurfürst Max III. Joseph)
29. Kurfürst Karl Theodor (11. Dezember 1724 – 16. Februar 1799)
30. Herzog Maximilian Joseph Karl Friedrich (17. Oktober 1800 – 12. Februar 1803) – (Sohn von König Max I. Joseph)
31. Prinzessin Maximiliana Josephe Karoline (21. Juli 1810 – 4. Februar 1821) – (Tochter von König Max I. Joseph)
32. Max I. Joseph, König von Bayern (27. Mai 1756 – 13. Oktober 1825)
33. Karoline Friederike, Königin von Bayern (13. Juli 1776 – 13. November 1841) – (zweite Gemahlin von König Max I. Joseph)
34. Prinzessin Auguste Ferdinande von Österreich (1. April 1825 – 26. April 1864) – (Gemahlin von Prinzregent Luitpold)
35. Otto I., König von Griechenland (1. Juni 1815 – 26. Juli 1867)
36. Königin Amalie von Oldenburg (21. Dezember 1818 – 20. Mai 1875), Königin von Griechenland – (Gemahlin von König Otto I. von Griechenland)
37. Prinzessin Alexandra (26. August 1826 – 21. September 1875) – (Tochter von König Ludwig I.)
38. Prinzessin Irmingard (21. September 1902 – 21. April 1903) – (Tochter von Kronprinz Rupprecht)
39. Prinz Arnulf (6. Juli 1852 – 12. November 1907) – (Sohn von Prinzregent Luitpold)
40. Prinz Rudolf (30. Mai 1909 – 26. Juni 1912) – (Sohn von Kronprinz Rupprecht)
41. Marie Gabrielle, Kronprinzessin von Bayern (9. Oktober 1878 – 24. Oktober 1912) – (Gemahlin von Kronprinz Rupprecht)
42. Prinzregent Luitpold von Bayern (12. März 1821 – 12. Dezember 1912)
43. Prinz Luitpold (8. Mai 1901 – 27. August 1914) – (Sohn von Kronprinz Rupprecht)
44. Prinz Heinrich (24. Juni 1884 – 8. November 1916) – (Sohn von Prinz Arnulf)
45. Prinzessin Therese (12. November 1850 – 19. September 1925) – (Tochter von Prinzregent Luitpold)
46. Prinzessin Therese von Liechtenstein (28. Juli 1850 – 13. März 1938) – (Gemahlin von Prinz Arnulf)
47. Kronprinz Rupprecht von Bayern (18. Mai 1869 – 2. August 1955) – (Sohn von König Ludwig III.)

Nicht in der Fürstengruft, sondern in einer Seitenkapelle des Hauptschiffes, sind in monumentalen Steinsarkophagen beigesetzt:
48. Maximilian II., König von Bayern (28. November 1811 – 10. März 1864)
49. Marie Friederike von Preußen, Königin von Bayern (15. Oktober 1825 – 17. Mai 1889) – (Gemahlin von König Max II.)


Damenstiftskirche St. Anna.
Damenstiftstr. 1,Stadtplan 80331 München .
Die Katholische Damenstiftskirche St. Anna ist eine Filialkirche der Katholischen Stadtpfarrkirche St. Peter ("Alter Peter") in München. 1440 errichtete Herzog Albrecht III. von Bayern-München eine Kapelle beim Haus der Indersdorfer Klostergemeinschaft in Altheim, damals noch ein selbständiges Dorf im Bereich der heutigen Straße "Altheimer Eck". Diese Kapelle musste einem gotischen Neubau weichen, der nach Plänen von Lukas Rottaler errichtet und 1496 eingeweiht wurde. Nachdem 1732 mit der Errichtung eines Neubaus für diese gotische Kirche begonnen wurde, ließ Kurfürst Karl Albrecht, der spätere Kaiser Karl VII., 1733 den Grundstein für die neue Klosterkirche der Salesianerinnen legen, die dort ein Kloster in der Rechtsform eines Damenstiftes einrichten. Architekt war Johann Baptist Gunetzrhainer, die Innenausstattung übernahmen die Brüder Asam. Die Damenstiftskirche wurde 1735 eingeweiht. Die Damenstiftskirche wurde im Zweiten Weltkrieg bis auf die Außenmauern zerstört. 1980 erfolgte der Wiederaufbau durch Erwin Schleich. Da man für das Deckenfresko keine falsche Farbe verwenden wollte und es nur s/w-Fotos gab, entschied man sich für ein schwarz-weißes Deckengemälde. Ähnlich wurden die drei großen Altarblätter umgesetzt. Unüblich in Bayern ist auch die figürliche Darstellung des Abendmahles. Das ehemalige Damenstift selbst, das von Kurfürstin Maria Anna für Adlige gegründet wurde, ist heute eine Realschule. Die Anzahl der Stiftsdamen war auf zehn adlige Fräulein festgelegt. Ein Alter von 15 Jahren und ein Nachweis von 16 Ahnen war Voraussetzung für die Aufnahme in das eigens errichtete Stiftungs- und Wohngebäude. Kurfürst Maximilian IV. Joseph änderte am 18. Februar 1802 die Statuten und die Damenzahl von zehn auf 18. Bis zur Verheiratung waren ihnen und der Äbtissin finanzielle Zuwendungen, die gestaffelt waren, zugesichert. Inzwischen bayerischer König legte Maximilian IV. Joseph am 6. Mai 1809 fest, dass nun durch Tapferkeit ausgezeichnete Damen und gefallene Offiziere berücksichtigt werden sollten. Dadurch wurden die Zuwendungen niedriger und das Eintrittsalter wurde auf zwölf Jahre gesenkt. Später war die Damenzahl auf 25 (große Zuwendung) und 48 (kleine Zuwendung) erhöht.

Dreifaltigkeitskirche.
Pacellistr. 6,Stadtplan 80335 München .
Die katholische Dreifaltigkeitskirche ist eine Votivkirche der Münchner Stände und wurde im Stil des bayerischen Barock nach Plänen von Giovanni Antonio Viscardi 1711 bis 1718 erbaut. Sie ist eine Klosterkirche der Karmelitinnen und eine Nebenkirche der Metropolitanpfarrei zu Unserer Lieben Frau in der Pacellistraße in München-Altstadt-Lehel . Man löste damit ein Gelübde ein, welches aufgrund einer Prophezeiung von Maria Anna Lindmayr gegeben wurde und erhoffte sich durch den Bau im Spanischen Erbfolgekrieg von den Österreichern verschont zu bleiben. Im Inneren sind bedeutende Werke von Cosmas Damian Asam (Deckenbilder), Joseph Ruffini, Andreas Faistenberger, Johann Baptist Straub und Johann Georg Baader zu bewundern. Das Patrozinium wird zum Fest der Allerheiligen Dreifaltigkeit (der Sonntag nach Pfingsten) begangen.Während des Zweiten Weltkrieges war dies die einzige Kirche der Innenstadt Münchens, welche von der Zerstörung durch Bomben verschont blieb.

Frauenkirche (Dom zu Unserer Lieben Frau)
Frauenplatz 1,Stadtplan 80331 München .
Die beiden Zwiebeltürme der gotischen Dom- und Stadtpfarrkirche „Zu unserer Lieben Frau“ sind das unverwechselbare Wahrzeichen der Stadt München. Sie befindet sich in der Münchner Altstadt unweit vom zentral gelegenen Marienplatz. Ihr Bau begann 1468 unter Herzog Sigismund, der Jörg von Halsbach mit dem Kirchenbau beauftragte. Im zweiten Weltkrieg wurde die Frauenkirche bei Luftangriffen sehr schwer beschädigt und danach in mehreren Bauphasen wieder aufgebaut und renoviert. Der Südturm des Doms kann bestiegen werden und bietet einen einzigartig weiten Blick über die Dächer Münchens bis auf die Alpen. Im Eingangsbereich des imposanten spätgotischen Innenraums trifft man u.a. auf den sagenumwobenen Teufelstritt im Boden der Kirche. Sehenswert ist zudem die Fürstengruft im Innenraum unter dem Chor. In der ältesten Münchner Ruhestätte der Wittelsbacher befindet sich auch das Grab von Kaiser Ludwig dem Bayer (1282-1347)

In der Raummitte der Eingangshalle befindet sich der Teufelstritt. Die Stelle des Tritts markiert den Punkt, von dem aus 1620–1858 kein Fenster zu sehen war (das Chorfenster, das man heute von dort sieht, wurde durch den Bennobogen und den Hochaltar verdeckt). In dieser Zeit erfand man eine Legende zur Erklärung des – sorgfältig gestalteten – Abdrucks: Der Teufel sei nach ihrer Fertigstellung in die Kirche gegangen. Als er nun am Ort des Abdrucks gestanden habe und kein Fenster für ihn sichtbar war, habe er vor Lachen aufgestampft, wobei der Tritt entstanden sei. Doch als er noch einen Schritt nach vorne gegangen sei, seien die vielen Fenster zum Vorschein gekommen und er hätte einsehen müssen, dass er sich getäuscht habe.

An der Eingangswand der Krypta erinnern heute Inschriften an die folgenden Wittelsbacher, die hier begraben liegen:
1.)Beatrix von Schlesien-Schweidnitz, Herzogin von Bayern, römische Königin (* um 1290; † 24. August 1322) – (erste Gemahlin von König Ludwig IV.)
2.)Kaiser Ludwig IV. der Bayer (* 1282; † 11. Oktober 1347)
3.)Herzog Ludwig (* 1347; † 1348)v 4.)Elisabeth, Herzogin von Bayern (* um 1309; † 21. März 1349) – (erste Gemahlin von Herzog Stephan II.)
5.)Prinzessin Agnes von Bayern († 11. November 1352), stigmatisierte Klarissin
6.)Herzogin Margarethe, Herzogin von Kroatien (* 1325; † 1360)
7.)Ludwig V., Markgraf von Brandenburg, Herzog von Oberbayern (* 1315; † 18. September 1361)
8.)Stephan II., Herzog von Bayern (* 22. Dezember 1316; † 13. Mai 1375)
9.)Margarethe, Herzogin von Bayern (* 1333; † 19. September 1377) – (zweite Gemahlin von Herzog Stephan II.)
10.)Johann II., Herzog von Bayern-München (* 1341; † 8. August 1397)
11.)Herzogin Elisabeth von Bayern-München (* 1374; † 2. Februar 1432)
12.)Wilhelm III., Herzog von Bayern-München (* 1375; † 12. September 1435)
13.)Ernst, Herzog von Bayern-München (* 1373; † 2. Juli 1438)
14.)Adolf, Herzog von Bayern-München (* 7. Januar 1434; † 1441)
15.)Prinzessin Barbara (* 9. Juni 1454; † 24. Juni 1472), Klarissin
16.)Herzogin Susanna (* 15. Juli 1499; † 1500)
17.)Siegmund, Herzog von Bayern-München (* 26. Juli 1439; † 1. Februar 1501)
18.)Herzogin Sidonia (* 1. Mai 1488; † 27. März 1505)
19.)Albrecht IV., Herzog von Bayern-München (* 15. Dezember 1447; † 18. März 1508)
20.)Kunigunde von Österreich (* 16. März 1465; † 6. August 1520) – (erste Gemahlin von Herzog Albrecht IV.)
21.)Herzog Wilhelm (* 17. Februar 1529; † 22. Oktober 1530)
22.)Herzogin Susanna (* 2. April 1502; † 23. April 1543)
23.)Wilhelm IV., Herzog von Bayern (* 13. November 1493; † 7. März 1550)
24.)Ernst, Administrator von Salzburg und Passau, Pfandherr der Grafschaft Glatz (* 13. Juni 1500; † 7. Dezember 1560)
25.)Albrecht V., Herzog von Bayern (* 29. Februar 1528; † 24. Oktober 1579)
26.)Herzogin Jakobäa Maria (* 25. Juni 1507; † 16. November 1580)
27.)Herzogin Anna von Österreich (* 7. Juli 1528; † 17. Oktober 1590) – (Gemahlin von Herzog Albrecht V.)
28.)Herzog Philipp Wilhelm, Kardinal, Erzbischof von Regensburg (* 22. September 1576; † 18. Mai 1598)
29.)Herzog Ferdinand (* 20. Januar 1550; † 30. Januar 1608)
30.)Herzogin Maximiliana Maria (* 4. Juli 1552; † 11. Juli 1614)
31.)Maria Pettenbeck (* 5. Februar 1573; † 5. Dezember 1619) – (Gemahlin von Herzog Ferdinand)
32.)Graf Albert von Wartenberg (* 3. Mai 1601; † 6. Dezember 1620)
33.)Herzogin Maria Renata (* 3. August 1616; † 1. März 1630)
34.)Herzog Karl Johann Franz (* 10. November 1618; † 19. Mai 1640)
35.)Gräfin Anna Juliana von Wartenberg (* 1611; † 8. Juli 1650)
36.)Gräfin Maria Claudia von Wartenberg (* 26. Mai 1632; † 27. Juli 1663)
37.)Graf Ferdinand Ernst von Wartenberg (* 20. Mai 1630; † 1. September 1675) 38.)Graf Ferdinand Marquard von Wartenberg (* 25. Mai 1673; † 4. April 1730)
39.)Prinzessin Maria Anna Karoline (* 4. August 1696; † 9. Oktober 1750), Klarissin
40.)Prinzessin Notburga Karolina Maria (* 19. März 1883; † 24. März 1883) – (Tochter von König Ludwig III.)
41.)Prinzessin Dietlinde Maria Theresia (* 2. Januar 1888; † 14. Februar 1889) – (Tochter von König Ludwig III.)
42.)Prinz Wolfgang (* 2. Juli 1879; † 31. Januar 1895) – (Sohn von König Ludwig III.)
43.)Marie Therese von Österreich-Este, Königin von Bayern (* 2. Juli 1849; † 3. Februar 1919) – (Gemahlin von König Ludwig III.)
44.)Ludwig III., König von Bayern (* 7. Januar 1845; † 18. Oktober 1921)
45.)Prinz Karl (* 1. April 1874; † 9. Mai 1927) – (Sohn von König Ludwig III.)


Heilig-Geist-Kirche.
Tal 77,Stadtplan 80331 München .
Die Heilig-Geist-Kirche befindet sich im Tal direkt neben dem Viktualienmarkt. 1392 von Gabriel Ridler vollendet zählt sie zu den ältesten noch erhaltenen Kirchengebäuden Münchens. Im 18. Jahrhundert wurde der gotische Bau von den Brüdern Asam und Johann G. Ettenhofer barockisiert und in den Folgejahren mehrmals erweitert. Nach enormen Beschädigungen im zweiten Weltkrieg begann 1946 der Wiederaufbau der ehemaligen Spitalkirche. Die Rekonstruktion des Innenraums mit seinem Hochaltar und den bedeutenden Asam-Fresken leitete seit 1973 der Architekt Erwin Schleich.

Salvatorkirche.
Salvatorplatz 17,Stadtplan 80333 München .
Die Kirche St. Salvator befindet sich im sogenannten Kreuzviertel der historischen Altstadt. König Ludwig I. überließ das 1492 bis 1494 unter Herzog Albrecht erbaute und 1803 säkularisierte Gotteshaus den in München ansässigen orthodoxen Griechen zur Nutzung. Seitdem stellt die ehemalige Friedhofskirche den Mittelpunkt des religiösen Lebens der Griechen in München dar. Von besonderer Bedeutung sind u.a. die feinstrahligen, sternförmigen Netzrippengewölbe sowie die Ikonostasen, die nach Entwürfen Leo von Klenzes gestaltet sein sollen.

Schlosskirche Blutenburg.
Seldweg 15,Stadtplan 81247 München .
Die Schlosskirche Blutenburg ist seit 1488 Teil des Schlosses in Obermenzing. Die Kirche an der Würm besitzt eine spätgotische Ausstattung. Zu den Hauptwerken der Tafelmalerei zählen die drei Altäre Jan Polacks. Auf dem Hauptaltar sind bei geschlossenen Flügeln die Heiligen Bartholomäus und Sigismund und die Stifterfigur des Herzogs zu erkennen. In geöffnetem Zustand sieht man auf dem linken Flügel die Taufe Christi, auf dem rechten die Krönung Mariens mit den Gestalten der Dreifaltigkeit auf dem Thron. Zur ursprünglichen Ausstattung der Kirche gehören unter anderem auch die Holzfiguren der zwölf Apostel. Der Bildhauer der Werke ist unbekannt.

St. Ludwig.
Ludwigstr. 20,Stadtplan 80539 München .
Die katholische Pfarr- und Universitätskirche St. Ludwig in München, genannt Ludwigskirche, ist der erste Monumentalkirchenbau im Rundbogenstil und besitzt das zweitgrößte Altarfresko der Welt. Die Pfarr- und Universitätskirche befindet sich in der Ludwigstraße, gegenüber des Beginns der Schellingstraße. König Ludwig I. ließ sie ab 1829 nach den Plänen von Friedrich von Gärtner für seine Prachtstraße errichten. 1844 wurde sie fertiggestellt und eingeweiht. Nach ihrer schweren Beschädigung im zweiten Weltkrieg erfolgte ab 1954 ihr Wiederaufbau durch den Architekten Erich Schleich. Zu den bedeutendsten Kunstwerken zählt das große Chorfresko „das jüngste Gericht“ von Peter Cornelius sowie die Kalksteinfiguren der vier Evangelisten mit Christus von Ludwig von Schwanthaler.

St. Matthäus.
Nußbaumstr. 1,Stadtplan 80336 München .
Der moderne Bau der evangelisch-lutherischen Pfarrkirche St. Matthäus am Sendlinger-Tor-Platz wurde in den Jahren 1953 bis 1955 von Gustav Gsaenger als Ersatz für die von den Nationalsozialisten im 1938 gesprengte alte Matthäuskirche aus dem Jahr 1833 erbaut. Der von Gustav Gsaenger gestaltete Neubau zählt zu den frühen Sakralarchitekturen der Moderne. Mit seiner asymmetrischen Gestalt und dem freistehenden Glockenturm (Campanile) entfaltet er eine eigenwillige Formensprache. Die Münchner gaben dem Neubau von St. Matthäus am Sendlinger-Tor-Platz unter Anspielung auf die geschwungene Nierenform den Spitznamen Gottes Achterbahn, Luthers Achterbahn oder aber auch liebevoll Christkindl's Badewanne.

St. Michael (Jesuitenkirche)
Neuhauser Str. 6,Stadtplan 80331 München .
Die zwischen 1583 und 1597 errichtete katholische Jesuitenkirche St. Michael in München ist dem Erzengel Michael geweiht und steht stilistisch am Übergang von Renaissance und Barock. Viele Bauideen wurden von „Il Gesù“, der römischen Mutterkirche der Jesuiten übernommen. So wurde die Münchner „Michaelskirche“ vorbildgebend für viele barocke Kirchen im deutschsprachigen Raum. St. Michael war auch das geistliche Zentrum der Gegenreformation in Bayern. St. Michael befindet sich in der Fußgängerzone, etwa in der Mitte zwischen Marienplatz und Stachus am Südrand des Kreuzviertels. Sie bildet den südöstlichen Abschluss des Wilhelminum-Gebäudekomplexes. Ganz in der Nähe, östlich der Kirche, befand sich der Graben der leonischen Stadtbefestigung, deren östliches Tor, der Schöne Turm, zusammen mit dem vorspringenden Flügel des Kollegs St. Michael, in dem die Höhere Schule untergebracht war (heute Kaufhaus Hettlage), die Verbreiterung der Neuhauser Straße zu einem optisch abgeschlossenen Platz aufwertete. Damit hat St. Michael eine besonders repräsentative Lage an der Salzstraße. St. Michael war von Anfang an als Grablege des Hauses Wittelsbach konzipiert und besitzt daher eine Fürstengruft, die neben der Theatinerkirche und dem Frauendom eine der wichtigsten Grablegen des bayerischen Herrscherhauses ist. So wurde Wilhelm V., der seine Privatgemächer im Kolleg St. Michael hatte, auf eigenen Wunsch in der Gruft bestattet, ebenso sein Sohn Kurfürst Maximilian I. Ab der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts wurden in der Regel nur die Körper der Verstorbenen hier bestattet; die Herzen wurden meist getrennt bestattet und in der Altöttinger Gnadenkapelle beigesetzt. Der bekannteste Herrscher, der in St. Michael ruht, ist König Ludwig II., für dessen Zinksarg sogar der Erbauer vom prädestinierten Platz in der Gruft weichen musste. Auch sein Bruder, König Otto, wurde hier beigesetzt. Die meisten bayerischen Wittelsbacher der neueren Geschichte haben ihre letzte Ruhestätte jedoch in der Gruft der Theatinerkirche gefunden. Die Fürstengruft von St. Michael, in der zurzeit 36 Wittelsbacher bestattet sind, wird heute durch den Wittelsbacher Ausgleichsfonds betreut. Im Einzelnen liegen in der Fürstengruft von St. Michael begraben:

1. Renata von Lothringen, Herzogin von Bayern (20. April 1544 – 22. Mai 1602) – (22. Februar 1568 Gemahlin von Herzog Wilhelm V.)
2. Wilhelm V., Herzog von Bayern (29. September 1548 – 7. Februar 1626)
3. Herzog Ferdinand Wilhelm (25. August 1620 – 23. Oktober 1629)
4. Herzog Johann Friedrich (12. Januar 1604 – 30. November 1632)
5. Elisabeth Renata von Lothringen, Kurfürstin von Bayern (9. Oktober 1574 – 4. Januar 1635) – (erste Gemahlin von Kurfürst Maximilian I.)
6. Maximilian I., Kurfürst von Bayern (17. April 1573 – 27. September 1651)
7. Maria Anna von Österreich, Kurfürstin von Bayern (13. Januar 1610 – 25. September 1665) – (zweite Gemahlin von Kurfürst Maximilian I.)
8. Herzog Maximilian Philipp Hieronymus (30. September 1638 – 20. März 1705)
9. Prinzessin Mauritia Febronia (12. April 1652 – 20. Juni 1706)
10. Herzog Karl Philipp August von Pfalz-Neuburg-Sulzbach (17. März 1718 – 31. März 1724)
11. Herzog Karl Philipp August von Pfalz-Neuburg-Sulzbach (24. November 1725 – 6. Mai 1727)
12. Elisabeth Auguste Sofie von der Pfalz (17. März 1693 – 30. Januar 1728)
13. Joseph Karl von Pfalz-Sulzbach (2. November 1694 – 18. Juli 1729)
14. Prinzessin Theresia Emanuela (22. Juli 1723 – 27. März 1743)
15. Prinzessin Theresia Benedicta (6. Dezember 1725 – 29. März 1743) – (Tochter von Kaiser Karl VII.)
16. Herzog Klemens August (18. September 1749 – 19. Juni 1750)
17. Pfalzgraf Friedrich Michael von Zweibrücken-Birkenfeld (27. Februar 1724 – 15. August 1767)
18. Elisabeth Maria Auguste, Kurfürstin von der Pfalz und von Bayern (17. Januar 1721 – 17. August 1794) – (Gemahlin von Kurfürst Karl Theodor)
19. Herzog Karl August von Zweibrücken (29. Oktober 1746 – 1. April 1795)
20. Prinzessin Carolina Clotilde (16. Januar 1816 – 25. Januar 1816) – (Tochter von Prinzessin Auguste)
21. Eugène de Beauharnais (3. September 1781 – 21. Februar 1824) – (Gemahl von Prinzessin Auguste und Stiefsohn von Kaiser Napoleon I.)
22. Prinzessin Auguste (21. Juni 1788 – 13. Mai 1851) – (Tochter von König Max I. Joseph)
23. Prinz Adalbert Wilhelm (19. Juli 1828 – 21. September 1875) – (Sohn von König Ludwig I.)
24. Ludwig II., König von Bayern (25. August 1845 – 13. Juni 1886)
25. Prinzessin Amalia Pilar von Spanien (12. Oktober 1834 – 27. August 1905) – (Gemahlin von Prinz Adalbert Wilhelm)
26. Otto I., König von Bayern (27. April 1848 – 11. Oktober 1916)
27. Prinz Leopold (9. Februar 1846 – 28. September 1930) – (Sohn von Prinzregent Luitpold)
28. Gisela von Österreich (12. Juli 1856 – 27. Juli 1932) – (Gemahlin von Prinz Leopold und Tochter von Kaiser Franz Joseph I.)
29. Prinz Alfons (24. Januar 1862 – 8. Januar 1933) – (Sohn von Prinz Adalbert Wilhelm)
30. Prinzessin Clara (11. Oktober 1874 – 29. Mai 1941) – (Tochter von Prinz Adalbert Wilhelm)
31. Prinzessin Maria de la Paz von Spanien (23. Juni 1862 – 4. Dezember 1946) – (Gemahlin von Prinz Ludwig Ferdinand)
32. Prinz Ludwig Ferdinand (22. Oktober 1859 – 23. November 1949) – (Sohn von Prinz Adalbert Wilhelm)
33. Prinzessin Louise Viktoria Sophie (19. Juli 1869 – 4. Februar 1952)
34. Prinzessin Maria (3. Januar 1954 – 3. Januar 1954)
35. Prinzessin Philippa (26. Juni 1954 – 26. Juni 1954)
36. Prinz Franz (10. Oktober 1875 – 25. Januar 1957) – (Sohn von König Ludwig III.)

Quellen:Wikipedia/Stadtarchiv


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